Die Hüftoperation
Wenn das Hüftgelenk so weit geschädigt ist, dass dauerhafte Schmerzen und zunehmende Unbeweglichkeit Ihre Lebensqualität empfindlich einschränken, ist unter Umständen ein operativer Ersatz Ihres Gelenks notwendig. Die Entscheidung dazu sollten Sie gemeinsam mit Ihrem Facharzt fällen.
Ein Facharzt für Orthopädie kann eventuelle Schäden am Gelenk frühzeitig erkennen und zusammen mit dem Patienten einen Therapieplan erarbeiten.
Ein Facharzt für Orthopädie kann eventuelle Schäden am Gelenk frühzeitig erkennen und zusammen mit dem Patienten einen Therapieplan erarbeiten.
Im Jahr 2006 wurden in Deutschland ca. 200.000 neue Hüftgelenke implantiert, so dass man zu Recht von einem Routineeingriff in der orthopädischen Chirurgie sprechen kann.4 Seit es Hüftprothesen gibt, haben sich die operativen Techniken, die Materialien und die Behandlungsregimes permanent verbessert. Der Ersatz des nicht mehr funktionsfähigen Gelenks kann Sie unter Umständen in ein Leben zurückversetzen, das Sie als schmerzfrei in Erinnerung hatten.
Es gehört zu den Aufgaben des Arztes, Sie über die Risiken der Operation zu informieren. Von diesen Risiken sollten Sie sich nicht abschrecken lassen. Allerdings sollten Sie dem Arzt genau Ihren Gesundheitszustand darlegen und auch erwähnen, welche Medikamente Sie regelmäßig einnehmen. Es ist vielleicht sinnvoll, bereits in der Vorbereitung auf die Operation eine Liste von Informationen aufzustellen, die für den Arzt bei Ihrer Behandlung wichtig sein könnten. Grundsätzlich birgt jeder Eingriff am Körper gewisse Risiken, und je mehr Informationen Ihrem Arzt zur Verfügung stehen, desto besser kann er sie beurteilen. Als Patient sollten Sie die Gelegenheit nutzen, offene Fragen zu klären und persönliche Ängste dem Arzt gegenüber vertrauensvoll anzusprechen.
Die stationäre Aufnahme in der Klinik erfolgt meist am Tag vor der Operation. Nachdem eine Pflegekraft Sie in Empfang genommen und untergebracht hat, werden in den folgenden Stunden verschiedene Ärzte und medizinisches Personal alles Wichtige rund um die Operation mit Ihnen abklären. Der zuständige Stationsarzt beispielsweise ermittelt im Gespräch Ihre medizinische Vorgeschichte. Dieses Gespräch nennt man Anamnese. Außerdem erklärt er Ihnen in groben Zügen die Abläufe der Operation und untersucht Sie noch einmal gründlich. Dabei wird er besonderes Augenmerk auf den Bewegungsumfang Ihrer Hüfte und eventuelle Beinlängenunterschiede richten.
Die ärztliche Aufnahme endet mit einer Blutentnahme. Im Labor wird ein großes Blutbild gemacht und die Blutgruppe festgestellt. Darüber hinaus wird der Gerinnungsstatus ermittelt. Dies bedeutet, man untersucht, wie schnell oder langsam Ihr Blut gerinnt. Für den Arzt ist diese Information für die Auswahl der Medikamente wichtig.
Der Anästhesist, der für die Betäubung zuständig ist, wird Ihnen ebenfalls einen Besuch abstatten: Er klärt Sie über eventuelle Risiken des ausgewählten Anästhesieverfahrens auf und steht Ihnen für Fragen zur Verfügung. Scheuen Sie sich nicht, ihm Fragen zu stellen und ihm alles mitzuteilen, was für ihn von medizinischer Bedeutung sein könnte. Ihre Informationen dienen ihm dazu, das Betäubungsverfahren und die weitere medikamentöse Behandlung festzulegen. Denken Sie daran: All diese Maßnahmen und Gespräche dienen allein dem Zweck, Ihre Operation optimal zu planen. Schließlich soll auch das Ergebnis optimal sein, wenn Sie nach dem Eingriff mit einem neuen, funktionsfähigen Gelenk wieder aufwachen!
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